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Krebs-Zweitmeinungsportal gestartet
Betreiber des neuen Zweitmeinungsportals ist die Health Management Online AG (HMO AG) aus Oberhaching bei München. Sie hat das neue Zweitmeinungsportal in einer knapp dreijährigen Pilotphase in Zusammenarbeit mit der Felix Burda Stiftung bei Darmkrebspatienten entwickelt und erprobt. In dieser Zeit wurde eine Studie initiiert, die die Felix Burda Stiftung Mitte 2012 der Öffentlichkeit vorstellen wird.
Patienten fast aller Krebsarten können den Onlinedienst nutzen. Das Verfahren ist denkbar einfach: Alles, was der Patient tun muss, ist sich online für den Service anzumelden. Ein Case Manager nimmt dann umgehend persönlich Kontakt mit dem Patienten auf. „In einem ersten Schritt wird geprüft und bewertet, ob eine Zweitmeinung hinsichtlich Fragestellung und Vollständigkeit der Unterlagen für den jeweiligen Patienten überhaupt in Frage kommt. Dieser Vorabservice ist in jedem Fall kostenfrei“, erklärt Ekkehard Wolf, Case Manager der HMO AG.
Wird eine Zweitmeinung als nützlich angesehen, trägt der Case Manager gemeinsam mit dem Patienten alle notwenigen Unterlagen zusammen, überträgt diese in eine so genannte Online-Akte und gibt den Fall an ein anerkanntes und hochspezialisiertes Expertengremium, ein so genanntes Tumorboard weiter. An der Tumorkonferenz sind Fachärzte aller Bereiche beteiligt, die mit der Behandlung von Krebs befasst sind.
Das Tumorboard begutachtet und bespricht den Fall nach den neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt eine Therapieempfehlung ab. Diese Therapieempfehlung und etwaige Abweichungen zu den Empfehlungen des Erstbehandlers werden dem Patienten vom jeweiligen Tumorboard und ausführlich vom Case Manager erläutert. Bei Bedarf wird der Patient an weitere Spezialisten vermittelt. Zudem steht der Case Manager dem Patienten für bis zu sechs Monaten als Berater und Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Erstellung der Zweitmeinung durch ein führendes Tumorboard einer deutschen Universitätsklinik oder eines Krebszentrums sowie der Vermittlungsservice und die sechsmonatige persönliche Nachbetreuung durch die HMO AG kostet für Patienten aus Deutschland einmalig 379 Euro. Von jedem Darmkrebsfall geht eine Spende an den Hilfsfonds Darmkrebs der Felix Burda Stiftung. Zudem wird ein Härtefallfonds installiert, um auch sozial schwachen Patienten und Menschen, die durch Krebs in finanzielle Not geraten sind und bei denen die Kassen keine Kostenübernahme bieten, die Nutzung des Zweitmeinungsservice zu ermöglichen.
Die HMO AG befindet sich derzeit zudem in Verhandlungen mit mehreren Kassen um eine Kostenübernahme für möglichst alle Patienten zu erreichen
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