03.02.2012

Marktforschung

Internet als Informationsquelle

Das Informationsverhalten ist laut der OTC-Studie von Nielsen im Zeitvergleich erstaunlich stabil. Mehr als ein Viertel der Befragten informiert sich regelmäßig über gesundheitsrelevante Themen, 63 Prozent zumindest manchmal. Dabei gewinnt das Internet als Informationsquelle weiter an Attraktivität: Inzwischen gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet zu nutzen, um sich über gesundheitsrelevante Themen zu informieren (2008: 38 Prozent).

Damit liegt das Internet nach dem Arztgespräch oder der Empfehlung des Arztes an zweiter Stelle und spielt erstmals eine ebenso wichtige Rolle wie die Empfehlung des Apothekers. Vergleichsweise wenig genutzt werden Informationen aus Fernsehen sowie der Krankenkassen. Bei der Entscheidung für oder gegen den Arzneimittelkauf im Internet spielen die Aspekte Beratung und Preis eine wichtige Rolle: Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gibt an, schon einmal Arzneimittel über das Internet bestellt zu haben.

Positiv beurteilen diese Verbraucher die Bequemlichkeit, eine zuverlässige und schnelle Lieferung sowie den Vorteil, die besten Preise zu bekommen. Diejenigen, die noch nie Arzneimittel über das Internet bestellt haben, nennen vor allem die fehlende Beratungsmöglichkeit (65 Prozent) als Hintergrund – dieser Anteil ist 2011 um 10 Prozentpunkte auf fast zwei Drittel gestiegen. Der Umsatzanteil der Versandapotheken am OTC-Markt erreichte 2011 knapp acht Prozent (Quelle: Nielsen Versandhandelsreport).

Der Nielsen OTC-Survey analysiert gesundheitsspezifische Einstellungen und Gewohnheiten von 6.000 Haushalten in Deutschland. Mit Hilfe dieser und weiterer detaillierter Informationen zu Medienpräferenzen, Werbeaffinität, soziodemographischen Merkmalen, Freizeitverhalten etc. können Positionierung, Zielgruppenansprache und Kommunikation von Marke/n im Wettbewerbsumfeld optimiert und zielgruppengenauer auf die Verbraucher ausgerichtet werden.

www.nielsen.com/de
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