Marktforschung
Bevorstehende Patenausläufe gewinnversprechend für Generikahersteller
Laut der aktuellen Studie "Generic Pharmaceuticals Market – A Global Analysis" der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwirtschaftete der Weltmarkt für Generika im Jahr 2010 Umsätze in Höhe von 123,85 Milliarden US-Dollar, die bis zum Jahr 2017 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,29 Prozent von 2011 bis 2018 auf 231 Milliarden US-Dollar anwachsen sollen. Folgende Regionen wurden in der Studie erfasst: USA, Europa (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien) und Asien (Indien und China).
„Das Auslaufen der Patente zahlreicher wichtiger Blockbuster-Medikamente im Wert von 150 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2010 bis 2017 wird das Wachstum des weltweiten Generika-Marktes ankurbeln“, erklärt Frost & Sullivan Research Analystin Aiswariya Chidambaram. „Der Trend geht zu weniger wettbewerbsfähigen und doch kommerziell attraktiven Segmenten, wie schwer herzustellende Generika, Specialty-Generika und Biosimilars.“
Weltweit haben führende Generikahersteller proaktiv strategische Allianzen mit Pharma-Markenunternehmen aufgebaut, im Ringen um die Vermarktungsrechte und Exklusivität bei der Herstellung von generischen Versionen von Blockbuster-Medikamenten, wie Lipitor, Cozaar, Crestor und andere. Marktführer wie Teva, Sandoz und Mylan konzentrieren sich verstärkt auf Biosimilars, da dieses Segment deutliche Wettbewerbsvorteile und enorme Gewinnspannen aufweist.
Soweit die positiven Anzeichen für Marktteilnehmer. Potenziell gedämpft werden diese jedoch durch die stetig strenger werdenden Vorschriften und die von den Regierungen gesetzten Maßnahmen zur Preiskontrolle, die tendenziell die Gewinnspannen von Generika-Herstellern gedrückt haben. Durch den sich verstärkenden Wettbewerb werden Generika-Hersteller sorgfältig abwägen müssen, in welchen Produktsegmenten sie aktiv sein wollen und welches der geeignete Moment für einen Markteinstieg ist.
„Große multinationale Generikaunternehmen sollten sich differenzierter Ansätze bedienen. Neben Produkten mit technologisch herausfordernden Formulierungen, die erhebliche gesetzgeberische Unterstützung erfordern, sollten Sie Produkte mit begrenzter Verfügbarkeit von Wirkstoffen wählen,“ rät Aiswariya abschliessend. „Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich auf Produkte mit vergleichsweise höheren Gewinnspannen konzentrieren.“
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