Arzneimittel
Mehr Rabattverträge bei Originalfabrikaten
Im generikafähigem Segment erreichen einige Wirkstoffe, die der Behandlung von Erkrankungen mit hoher Prävalenz dienen wie Schilddrüsenerkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen, Umsetzungsraten zwischen knapp 7ß bis weit über 80 Prozent. Mengenzuwächse finden fast nur bei weit verbreiteten Erkrankungen statt, wobei meist Generika eingesetzt werden. Im Hinblick auf den Umsatz entfallen auf rabattierte Arzneimittel in 2009 insgesamt ein Anteil von 18 Prozent beziehungsweise 3,4 Mrd. Euro, allerdings zu Listenpreisen.
Auch das Spektrum rabattierter Originalpräparate erweitert sich. Im aktuellen Zeitraum über die ersten zwei Monate diesen Jahres macht der Anteil geschützter Präparate nach Umsatz zu Listenpreisen 22 Prozent aus, gegenüber sechs Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dazu haben wesentlich die Verträge über Interferone beigetragen, die in 2009 in Rabattverträge einbezogen wurden.
Das Ranking der fünf führenden Präparate (Rebif 14 %, Enbrel 13 %, Keppra 12 %, Betaferon 12 %, Arimidex 7 %) deutet auch daraufhin, dass Präparate wür weitere Indikationen als Rabattmedikamente interessant sind. So taucht hier das Antiepileptikum Keppra ebenso wie das Krebsmedikament Arimidex. Für beide Präparate stehen Patentabläufe im Mai beziehungsweise Juni 2010 bevor.
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